Seit 20 Jahren Kult: die Mode von Luis Trenker, © www.luistrenker.com

Datum: Mei Trachtenguide

Ein Gespräch mit Luis Trenker-Mastermind Michi Klemera

Heute bieten wir einen echten Insider Blick in die Welt der Trachtenmode. Michi Klemera, Mastermind des Südtiroler Modelabels Luis Trenker, hat mit Stefan Lang von Mei Trachtenguide gesprochen, und gewährt dabei Einblick in den Alltag seines Kultlabels. Zum 20-jährigen Firmenbestehen dieses ganz besonderen Lifestylelabels spricht er über Herausforderungen und neue Ziele!

Die Orderbücher sind geschlossen, die Aufträge sind im System erfasst – wie hast Du die Order für die Herbst/Winter Kollektion 2016 empfunden?
Michi Klemera: Danke der Nachfrage, wie immer waren diese vergangenen Wochen sehr anstrengend, mit vielen Auf und Abs, aber auch immer wieder spannend!


Trotz stark umkämpften Markts und wachsender Mitbewerber gehst Du mit LUIS TRENKER unbeirrt Deinen Weg. Was schätzt der LUIS TRENKER Kunde an dem Label und was unterscheidet es von anderen, traditionell inspirierten Marken?

MK: Ich glaube fest an unsere Einzigartigkeit und unsere absolut individuelle Haltung und Eigenart, die das Label ausmachen. Außerdem überzeugen wir mit der Strategie der klaren Linie und die Linie der klaren Strategie. (lacht)


Mit einem satten Gesamtplus von 18% lässt es sich einfacher Bilanz ziehen. Was wurde im Vergleich zum Vorjahr anders gemacht? Wo wurden Rädchen gedreht und angepasst?

MK: Ich bin der Meinung, dass der Kunde heuer besonders nach charakterstarken Partnern sucht, die sich von der Masse abheben, und diesen in uns gefunden hat. Wir haben unentwegt an vielen kleinen Details der letzten Jahre geschraubt und gearbeitet. Das betrifft besonders unsere kundenorientierten Serviceleistungen, sowie unsere Verlässlichkeit und schnelles, lösungsorientiertes Handeln im Sinne unserer Partner. Das wird sehr geschätzt.


Neben einer starken Hauptkollektion konnte bei der Outdoorlinie LUIS TRENKER BERG der Umsatz fast verdoppelt werden. Wie ist das gelungen?

MK:  Wir haben uns in dieser Saison mit Sassi Weissbacher aus Salzburg eine Outdoor-Spezialistin für den Exklusiv-Vertrieb LUIS TRENKER BERG ins Boot geholt. BERG versteht sich als eigenständige Kollektion und verlangt nach eigenständigem Vertrieb, um die Aufmerksamkeit zu bekommen, die der Linie gebührt. Sowohl Modelle als auch Farben sind in dieser Kollektion sehr stark und dadurch sehr gut verkäuflich. Der Kunde sucht nach einem schwachen Winter neue, innovative Elemente und Kollektionen im Funktionsbereich, die auch im urbanen Umfeld performen, BERG besetzt diese Nische und genau das bieten wir an.

Inspiriert von der Bergwelt Südtirols, © www.luistrenker.com

Der Fokus liegt auf der Fläche: Was bietet Ihr dem Händler und seinen Mitarbeitern für einen verbesserten Service für den Endkunden an? (Merchandising, Schulungen, etc.)
MK: Unser Augenmerk liegt ganz klar auf persönlichem Kontakt und individuellen Schulungen draußen auf der Fläche, direkt am Kunden. Man muss unser Produkt lieben und lieben lernen, um es verkaufen zu können – das verlangt auch nach einer ebenso guten Geschichte. Und die muss erzählt werden. Wir müssen die Menschen wieder für etwas begeistern.


Mitte Dezember wurde ein weiterer eigener LUIS TRENKER-Shop im Herzen Innsbrucks eröffnet. Hat sich dieser Standort in der ersten Phase bewährt?

MK:
Auf jeden Fall! Unser Shop in Innsbruck ist sehr spannend, sehr international und sehr anspruchsvoll! Weitere Standorte sind in Planung.

Es gibt keine Zauberformel, jedoch: Worauf muss in der kommenden Saison noch mehr Wert und Augenmerkt gelegt werden?

MK:
Jedes einzelne noch so kleine Detail hat heute seine Wichtigkeit!
Vielen Dank für das Gespräch, Michi!    

 

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