Winter adè, © Schnalzerverein Wals

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Aperschnalzen im Salzburger Land

Aperschnalzen ist gelebtes UNESCO Weltkulturerbe. Am 31. Jänner 2016 treffen sich in Wals-Siezenheim 200 Aperschnalzer Gruppen, sogenannte Passen, aus Salzburg und Bayern zum 63. Rupertigau-Preisschnalzen und lassen es Krachen!

Das Aperschnalzen ist ein uralter Fruchtbarkeitsbrauch der zwischen Weihnachten und Faschingsdienstag im Salzburger Land ausgeübt wird. In Wirklichkeit hört man rund um die Stadt Salzburg aber bereits früh im Herbst die Peitschen knallen und krachen.

Soll dadurch ursprünglich Kälte und Finsternis vertrieben, und die in den Äckern schlummernde Saat zu neuem Leben erweckt werden, geht es heutzutage nicht selten vor allem um die Ehre.

Die Passen aus je neun Personen trainieren monatelang für die großen Preisschnalzen.

 

Kommenden Sonntag, am 31.Jänner 2016, findet ab 10 Uhr in Wals-Siezenheim das 63. Rupertigau-Preisschnalzen statt. Auf gar keinen Fall sollte man sich entgehen lassen, wie sieben Preisrichter die akustische Leistung von 200 Passen aus Salzburg und Bayern zu beurteilen versuchen!

Ohne die Schnalzer zu sehen, hören die Preisrichter auf Klang, Geschwindigkeit und Rhythmus. Dabei ist es wirklich ein Erlebnis zuzusehen was mit den Goaßln (Peitschen) aufgeführt wird. Gute Passen lassen es in 8 Sekunden 99 mal krachen: das ist Überschallgeschwindigkeit!

Winter adè, © Schnalzerverin Wals
Früh übt sich wer ein Meister werden will, © Schnalzerverein Wals
Die Goaßln sind bereit, © Schnalzerverein Wals